Montag, 2. Januar 2012

Litchfield and Kakadu National Park

Am 31.12.2011 habe ich mich also zum Litchfield National Park aufgemacht! Um 06:40 wurden wir abgeholt und mit kleiner Verspätung sind wir aus Darwin raus und Richtung Batchelor gefahren, ein Dorf kurz vor dem Litchfield National Park. Die kleine Verspätung kam so zustande, dass unserem Tour-Guide, Luke oder "Viking", aufgefallen ist, dass der Tank undicht ist und wir Diesel verlieren. Also mussten wir noch schnell den Truck tauschen.
Hinter Batchelor kommt man noch durch ein Grüppchen von Häusern, die hier doch schon als Dorf bezeichnet werden. In "Rum Jungle" haben wir an einem Campingplatz zum Frühstück und später nochmal zum Mittagessen angehalten. Die Besitzer des Campingplatzes sind Berliner Auswanderer und dementsprechend lässig drauf. So ein bisschen Berliner Schnauze sorgt im Outback schon mal für gute Laune!
Der erste Stop waren die riesigen Termiten-Hügel im Nationalpark und nachdem wir dort lange in der Sonne standen und etwas über die Hügel, deren Bau und Bewohner erfahren haben, konnten wir uns bei einem Bad unter der Florence Falls abkühlen. Dort im glasklaren Wasser zu schwimmen und relaxen war wirklich angenehm. Natürlich waren alle etwas interessiert an der Frage nach Krokodilen in diesen Gewässern, die unser Tour-Guide, zu unserer Beruhigung, damit beantwortete, dass Krokodile nicht in diesen Höhen leben, weil sie die vielen Wasserfälle und die Steigung an Land nicht überwinden können. In dem Moment kommt einer der anderen Schwimmer zu unserer Gruppe und drückt uns, während wir im Wasser saßen, ein kleines Süßwasserkrokodil in die Hand - So Luke, zweiter Versuch! Auch er war sichtlich überrascht, aber da es sehr ungewöhnlich ist, dort auf Crocs zu treffen, wir die Mutti nicht gefunden haben und es sowieso nur ein Süßwasserkrokodil war, haben wir uns erstmal keinen Kopf mehr gemacht. Leider war ich nicht dabei, als der Schwimmer das Krokodil hochgeholt hat, da ich gerade eine Runde durchs Gewässer gedreht habe. Trotzdem kann ich jetzt sagen, schon einmal mit Krokodilen geschwommen zu sein ;-D Um noch einmal für Beruhigung zu sorgen, Süßwasserkrokodile werden lange nicht so groß, wie Salzwasserkrokodile, sind eher Scheu als aggressiv und selbst einen Angriff würde man wohl sicherlich überleben.


 Berliner Bär im Northern Territory ;-)















 Termiten-Hügel
















 Florence Falls









Anschließend sind wir noch zu einer anderen Stelle gefahren, an der wir wieder schwimmen konnten und auch schwimmen gewesen sind, bis wir uns auf den Weg zum Mittagessen gemacht haben. Mit drei Hot-Dogs gestärkt ging es weiter Richtung Kakadu mit Stops bei einem Laden für indigene Kunst, dort habe ich sogar das Glück gehabt, ein kleines Wallabi im Arm zu halten und zum Fogg Dam, bevor wir zu unserem ersten Nachtlager gefahren sind.
Wallaby :-)
 Luke fängt eine Golden Tree Snake
Fogg Dam


Am Abend haben wir den ersten gelungenen Tag mit einem BBQ, einer anschließenden Runde Pool im Country Pub und dem Warten auf das neue Jahr ausklingen lassen. Alleine wegen diesem Tag bin ich froh, Silvester nicht in Sydney verbracht zu haben. Unsere Reisegruppe und auch unser Tourguide waren einfach viel zu cool drauf, ganzzuschweigen von den Orten, die wir schon gesehen haben und noch sehen werden.
Am Folgetag sind wir morgens wieder früh aufgestanden und haben uns in der etwas kühleren Morgenluft Felsmalereien der Aborigines angeschaut und später eine Bootstour durch die Wetlands (im Winter trocken, im Sommer überflutet) gemacht. Letztere hat sich leider nicht unbedingt gelohnt, da wir wenig gesehen haben und es allgemein eher langweilig war. Trotzdem war es eine Erfahrung wert! Am Ende des Tages hatten wir die Wahl zwischen einem Bad im Swimming-Pool des nächsten Campingplatzes oder einer Klettertour. Ich habe mich natürlich für die Klettertour entschieden und später festellen können, dass es die richtige Entscheidung war. Der Ausblick war einfach atemberaubend!

 Am dritten und letzten Tag stand nochmal eine gemeinsame Klettertour an, die ich wieder sehr genossen habe. Ich glaube, dass ich das für die Zukunft mal im Auge behalten sollte. Berge gibt es in Deutschland schließlich auch genug!


 Um uns nach der Klettertour noch einmal abkühlen zu können, sind wir zu einem kleinen Fluss im Regenwald gewandert und waren dort ein wenig baden. Ich bin mit ein paar anderen noch ein Stück weitergelaufen, um zum Garten von Eden zu gelangen. Das ist ein kleiner Wasserfall, der weniger bekannt und paradisischer aussieht, als die Wasserfälle, die ich bis jetzt schon gesehen habe. Leider konnte ich davon kein Foto schießen, da man den ein oder anderen Fluss durchschwimmen musste, um dort hinzugelangen. Mit Kamera macht sich das sichtlich schlecht. Vielleicht ist es aber auch besser so ;-)
Gegen Abend sind wir dann zurück nach Darwin gefahren und abends mit allen von der Tour Abendessen gewesen. Die dreitägige Tour so ausgklingen zu lassen war auf jeden Fall eine gute Idee, finde ich. Wenn ich die Möglichkeit habe nochmal eine solche Tour zu machen, würde ich nicht "nein" sagen. Dann sollte es aber eine "unleashed"-Tour sein. Dabei hat man wirklich nur die einfachsten Sachen, ist noch tiefer im Busch, wandert und klettert mehr. In Der Regenzeit finden diese aber leider nicht statt... naja, wer weiß, wo ich zur Trockenzeit sein werde und was sich da so in die Richtung ergeben könnte.

Ich hoffe, dass ihr alle gut ins neue Jahr gerutscht seit und mir, als Leser, weiter treu bleibt!

Beste Grüße aus Darwin!

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