Montag, 23. Januar 2012

Neuseeland - Part 2

Mittlerweile bin ich nach Darwin zurückgekehrt und wieder auf Jobsuche. Trotzdem möchte ich noch über meine zweite Woche in Neuseeland berichten.
Diese hat, wie schon erwähnt, mit einer Boots-Tour durch die Bay of Islands begonnen. Diese Tour zu buchen hat sich wirklich gelohnt. Ich habe geangelt, geschnorchelt, rohe Seeigeleier gegessen, bin bei Tag und Nacht Kayak gefahren und habe mir eine der 144 Inseln angeschaut. Selbstverständlich war auch die Verpflegung ausgezeichnet, sodass es alles in allem ein gelungener Ausflug war. Auch dort habe ich wieder ein paar nette Leute getroffen, mit denen ich abends, am Tag unserer Rückkehr nach Paihia, ordentlich feiern gegangen bin. Auch meine neuen Zimmergenossen aus dem Hostel waren mit dabei und ich muss sagen, dass ich lange nicht mehr so einen Spaß gehabt habe. Werde die Gruppe sicherlich vermissen. Natürlich haben wir schon Pläne geschmiedet, uns irgendwo nochmal wiederzutreffen und wer weiß, ob das nicht vielleicht sogar klappt. Vielleicht nicht alle, aber die ein oder andere würde ich auf jeden Fall gerne wiedersehen.
Wie auch immer, nach einer wirklich wilden und durchzechneten Nacht, so eine, wo ich froh war, nur meine Flip-Flops verloren zu haben, ging es dann, mit stattlichem Kater, wieder Richtung Auckland. Nach einer weiteren Nacht in Neuseelands größter Stadt bin ich dann nach Rotorua gekommen. Eine Stadt die für ihren starken Geruch bekannt ist. Rotorua ist eine der thermal aktivsten Gegenden der Welt und daher gibt es hier viele heiße Quellen, die sehr nach Faulen Eiern riechen. Steht der Wind nun ungünstig zieht alles in die Stadt. Trotzdem ist es ein wirklich interessanter Ort und auf jeden Fall sehenswert. Auch hier habe ich nur eine Nacht verbracht, bis es am nächsten Tag weiter nach Taupo ging. Ich denke, dass Taupo eine der Städte Neuseelands ist, die mir bis jetzt am besten gefallen hat. Der riesige Lake Taupo, die Promenade und das Stadtbild an sich ist einfach nett.
Nach Taupo war der Tongariro National Park an der Reihe. Mit kurzem Zwischenstopp in Waitomo, um uns ein paar Glühwürmchen anzuschauen, ging es direkt zum National Park Village, ein Dorf was an der Grenze zum Nationalpark liegt. Hier habe ich mein Lager aufgeschlagen und mich auf das Alpine Crossing vorbereitet. Das ist ein 19km langer Wanderweg über die Vulkane des Tongariro National Parks. Der bekannteste und älteste ist Mount Ngauruhoe, oder besser bekannt als "Mount Doom" aus Herr der Ringe. Der Wanderweg führt zuwischen den Vuklanen hindurch, ist aber trotzdem mit einer gewaltigen Steigung verbunden. Wenn man will, kann man auf dem Weg (mit verschieden langen Umwegen) noch zwei der 3 Vulkane besteigen. Ich habe mir das allerdings gespart, weil es extrem wolkig war und es sich nicht gelohnt hat, wie man mir später berichtete. Trotz der vielen Wolken und oft schlechten Sicht, hat sich der Hike auf jeden Fall gelohnt und eine Menge Spaß gemacht... glaube wirklich, dass ich eine neue Leidenschaft entdeckt habe ;-)
 Das Boot
 Bay of Islands
Die letzten beiden Tage habe ich dann im Nationalpark und in Wellington vebracht, beides eher ruhig und entspannt. So konnte ich meine Sachen packen, nochmal alles waschen und so weiter. Einen kleinen Aufreger gab es am Ende dann doch noch, als ich eine Abfluggebühr für den Flughafen Wellington von 25$ zahlen musste... Naja, ich bin wieder in Wellington und jetzt hat die Jobsuche absolute Priorität. Hoffentlich wird sich bald etwas finden.




 Taupo
 Tongariro National Park
Mount Ngauruhoe... bzw. der obere Teil davon.











 Emerald Lakes
 Lava-Strom













Wellington











Beste Grüße aus Darwin!

Fotos - Neuseeland

Hier endlich die Fotos meiner ersten Zeit in Neuseeland:


 Huka-Falls
Mud-Pools












 Stadtzentrum von Auckland
Aucklands Fährhafen

Donnerstag, 12. Januar 2012

Wellington - Paihia

Meine Zeit in Neuseeland vergeht wie im Flug. Ich bin der Nacht von Sonntag auf Montag in Wellington angekommen, Montag morgen früh mit dem Bus Richtung Norden gefahren und am Nachmittag in Taupo angekommen. Taupo liegt am größten Süßwassersee in der südlichen Hemisphere und der Sonnenuntergang war beeindruckend.
Ich reise hier, nicht wie in Australien, mit einer Art Tourbus-Agentur bzw. mehreren. Diese halten auf dem Weg von einem Ort zum anderen noch an interessanten und sehenswerten Dingen an, der Busfahrer ist gleichzeitig auch der Travelguide (sprich, er erzählt ein bisschen was auf dem Weg) und wenn man spontan Touren oder Unterkünfte an den verschiedenen Orten buchen möchte, regelt er das für dich. Ich finde diese Art des Reisens ziemlich entspannt, da man trotzdem noch jede Menge Reisefreiheit hat. Man kann trotzdem überall aus und einsteigen. Eigentlich ist alles genauso wie bei normalen Coach-Gesellschaften, nur das man noch ein bisschen mehr sieht, es netter ist und man mehr in Kontakt mit den Mitreisenden kommt.
So konnte ich schon an meinem ersten Tag einen Kiwi und dann sogar noch einen weißen Kiwi sehen. Natürlich nicht in freier Wildbahn, trotzdem hat es mir gefallen! Später haben wir noch eine Brauerei besichtigt, in der ich morgens um 11:30, auf die Schnelle, zwei Pints of Beer geleert habe. Bei 5$NZ für 2 Biere kann man nicht "nein" sagen, außerdem muss ein kleines Urlaubsgefühl auch aufkommen dürfen. Am zweiten Tag (Taupo nach Auckland) haben wir uns ein paar Wasserfälle, für mich jetzt nicht mehr so spektakulär, weil ich in Australien schon eine ganze Menge gesehen habe, und so genannte "Mud Pools" angeschaut. "Mud Pools" sind Schlammlöcher, durch die heiße Thermalgase in die Erdatmosphäre aufsteigen und der Schlamm so zum Blubbern und Brodeln gebracht wird. Am gleichen Tag habe ich auch zum ersten Mal ein Thermalkraftwerk gesehen. Leider nur von außen, aber immerhin!
In Auckland angekommen ging es erstmal zum Hostel und dann habe ich mich schon einmal auf den Weg Richung Hafen gemacht. Abends habe ich den Tag mit ein paar Drinks, in der Bar vom Hostel, ausklingen lassen.
Den dritten Tag habe ich komplett in Auckland verbracht, bin ein bisschen durch die Stadt gelaufen und war im Maritime Museum, was sich, meiner Meinung nach, sehr gelohnt hat. Leider habe ich erst später erst erfahren, dass das größere Museum in Auckland keinen Eintrtitt kostet und auch ziemlich gut sein soll. Egal, trotzdem konnte ich mir ein paar interessante Dinge anschauen. Am folgenden Tag habe ich mich dann, mit einer anderen, aber ähnlichen, Busgesellschaft nach Paihia aufgemacht. Auf dem Weg sollten wir eigentlich mit einem Glassbottom-Boat fahren und so die Unterwasserwelt im Goat Island Marine Park genießen können. Leider ist dies aber wetterbedingt ausgefallen, sodass wir kurzfristig in ein Kulturzentrum der Maori (Ureinwohner Neuseelands) gefahren sind und dort ein paar ihrer traditionellen Rituale, Tänze, etc. zu Gesicht bekommen konnten. In diesem Zentrum wird, allein durch Spenden, ein traditionelles Dorf der Maori nachgebaut, um den zukünftigen Generationen ihre Geschichte zu vermitteln. Ehrlich gesagt bin ich froh, dass wir dies und nicht die Bootstour gemacht haben. Ich bin mir sicher, dass dies ein wenig spektakulärer war, auch wenn mich Meeresbiologie sehr interessiert...
Heute Abend werde ich, über Nacht, die Bay of Islands, per Boot, erkunden und angeblich soll es eines der 10 wichtigsten Dinge sein, die man in Neuseeland gemacht haben muss (nach einem populären Reiseführer).
Ich bin gespannt und freue mich darauf. Fotos werde ich erst später hochladen, ich bitte um euer Verständnis!

Liebe Grüße aus Paihia,
Daniel

Donnerstag, 5. Januar 2012

Neuseeland

So, bald ist es soweit. Am Sonntagmorgen mache ich mich auf den Weg Richung Neuseeland, wo ich für 2 Wochen bleiben und die Nordinsel erkunden werde. Meine Reiseroute ist eigentlich recht einfach. Ich starte in Wellington, reise in den hohen Norden, zur Bay of Islands und auf dem Rückweg werde ich ein paar Stops einlegen, um einen kleinen Eindruck von Neuseeland zu bekommen.
Glücklicherweise konnte ich diese Woche noch 2 Tage auf einer Baustelle arbeiten (Mit einem Presslufthammer Wandfliesen abschlagen) und mir so ein kleines Startkapital finanzieren. Der neuseeländische Dollar steht momentan auch nicht so schlecht, sodass ich mit dem Geld hoffentlich über die Runden kommen werde ;-)

Ich werde selbstverständlich versuchen, euch auf dem Laufenden zu halten! Sollte das nicht klappen, gibt es in 2 Wochen den nächsten Eintrag!

Beste Grüße!

Montag, 2. Januar 2012

Litchfield and Kakadu National Park

Am 31.12.2011 habe ich mich also zum Litchfield National Park aufgemacht! Um 06:40 wurden wir abgeholt und mit kleiner Verspätung sind wir aus Darwin raus und Richtung Batchelor gefahren, ein Dorf kurz vor dem Litchfield National Park. Die kleine Verspätung kam so zustande, dass unserem Tour-Guide, Luke oder "Viking", aufgefallen ist, dass der Tank undicht ist und wir Diesel verlieren. Also mussten wir noch schnell den Truck tauschen.
Hinter Batchelor kommt man noch durch ein Grüppchen von Häusern, die hier doch schon als Dorf bezeichnet werden. In "Rum Jungle" haben wir an einem Campingplatz zum Frühstück und später nochmal zum Mittagessen angehalten. Die Besitzer des Campingplatzes sind Berliner Auswanderer und dementsprechend lässig drauf. So ein bisschen Berliner Schnauze sorgt im Outback schon mal für gute Laune!
Der erste Stop waren die riesigen Termiten-Hügel im Nationalpark und nachdem wir dort lange in der Sonne standen und etwas über die Hügel, deren Bau und Bewohner erfahren haben, konnten wir uns bei einem Bad unter der Florence Falls abkühlen. Dort im glasklaren Wasser zu schwimmen und relaxen war wirklich angenehm. Natürlich waren alle etwas interessiert an der Frage nach Krokodilen in diesen Gewässern, die unser Tour-Guide, zu unserer Beruhigung, damit beantwortete, dass Krokodile nicht in diesen Höhen leben, weil sie die vielen Wasserfälle und die Steigung an Land nicht überwinden können. In dem Moment kommt einer der anderen Schwimmer zu unserer Gruppe und drückt uns, während wir im Wasser saßen, ein kleines Süßwasserkrokodil in die Hand - So Luke, zweiter Versuch! Auch er war sichtlich überrascht, aber da es sehr ungewöhnlich ist, dort auf Crocs zu treffen, wir die Mutti nicht gefunden haben und es sowieso nur ein Süßwasserkrokodil war, haben wir uns erstmal keinen Kopf mehr gemacht. Leider war ich nicht dabei, als der Schwimmer das Krokodil hochgeholt hat, da ich gerade eine Runde durchs Gewässer gedreht habe. Trotzdem kann ich jetzt sagen, schon einmal mit Krokodilen geschwommen zu sein ;-D Um noch einmal für Beruhigung zu sorgen, Süßwasserkrokodile werden lange nicht so groß, wie Salzwasserkrokodile, sind eher Scheu als aggressiv und selbst einen Angriff würde man wohl sicherlich überleben.


 Berliner Bär im Northern Territory ;-)















 Termiten-Hügel
















 Florence Falls









Anschließend sind wir noch zu einer anderen Stelle gefahren, an der wir wieder schwimmen konnten und auch schwimmen gewesen sind, bis wir uns auf den Weg zum Mittagessen gemacht haben. Mit drei Hot-Dogs gestärkt ging es weiter Richtung Kakadu mit Stops bei einem Laden für indigene Kunst, dort habe ich sogar das Glück gehabt, ein kleines Wallabi im Arm zu halten und zum Fogg Dam, bevor wir zu unserem ersten Nachtlager gefahren sind.
Wallaby :-)
 Luke fängt eine Golden Tree Snake
Fogg Dam


Am Abend haben wir den ersten gelungenen Tag mit einem BBQ, einer anschließenden Runde Pool im Country Pub und dem Warten auf das neue Jahr ausklingen lassen. Alleine wegen diesem Tag bin ich froh, Silvester nicht in Sydney verbracht zu haben. Unsere Reisegruppe und auch unser Tourguide waren einfach viel zu cool drauf, ganzzuschweigen von den Orten, die wir schon gesehen haben und noch sehen werden.
Am Folgetag sind wir morgens wieder früh aufgestanden und haben uns in der etwas kühleren Morgenluft Felsmalereien der Aborigines angeschaut und später eine Bootstour durch die Wetlands (im Winter trocken, im Sommer überflutet) gemacht. Letztere hat sich leider nicht unbedingt gelohnt, da wir wenig gesehen haben und es allgemein eher langweilig war. Trotzdem war es eine Erfahrung wert! Am Ende des Tages hatten wir die Wahl zwischen einem Bad im Swimming-Pool des nächsten Campingplatzes oder einer Klettertour. Ich habe mich natürlich für die Klettertour entschieden und später festellen können, dass es die richtige Entscheidung war. Der Ausblick war einfach atemberaubend!

 Am dritten und letzten Tag stand nochmal eine gemeinsame Klettertour an, die ich wieder sehr genossen habe. Ich glaube, dass ich das für die Zukunft mal im Auge behalten sollte. Berge gibt es in Deutschland schließlich auch genug!


 Um uns nach der Klettertour noch einmal abkühlen zu können, sind wir zu einem kleinen Fluss im Regenwald gewandert und waren dort ein wenig baden. Ich bin mit ein paar anderen noch ein Stück weitergelaufen, um zum Garten von Eden zu gelangen. Das ist ein kleiner Wasserfall, der weniger bekannt und paradisischer aussieht, als die Wasserfälle, die ich bis jetzt schon gesehen habe. Leider konnte ich davon kein Foto schießen, da man den ein oder anderen Fluss durchschwimmen musste, um dort hinzugelangen. Mit Kamera macht sich das sichtlich schlecht. Vielleicht ist es aber auch besser so ;-)
Gegen Abend sind wir dann zurück nach Darwin gefahren und abends mit allen von der Tour Abendessen gewesen. Die dreitägige Tour so ausgklingen zu lassen war auf jeden Fall eine gute Idee, finde ich. Wenn ich die Möglichkeit habe nochmal eine solche Tour zu machen, würde ich nicht "nein" sagen. Dann sollte es aber eine "unleashed"-Tour sein. Dabei hat man wirklich nur die einfachsten Sachen, ist noch tiefer im Busch, wandert und klettert mehr. In Der Regenzeit finden diese aber leider nicht statt... naja, wer weiß, wo ich zur Trockenzeit sein werde und was sich da so in die Richtung ergeben könnte.

Ich hoffe, dass ihr alle gut ins neue Jahr gerutscht seit und mir, als Leser, weiter treu bleibt!

Beste Grüße aus Darwin!