Meine Zeit in Neuseeland vergeht wie im Flug. Ich bin der Nacht von Sonntag auf Montag in Wellington angekommen, Montag morgen früh mit dem Bus Richtung Norden gefahren und am Nachmittag in Taupo angekommen. Taupo liegt am größten Süßwassersee in der südlichen Hemisphere und der Sonnenuntergang war beeindruckend.
Ich reise hier, nicht wie in Australien, mit einer Art Tourbus-Agentur bzw. mehreren. Diese halten auf dem Weg von einem Ort zum anderen noch an interessanten und sehenswerten Dingen an, der Busfahrer ist gleichzeitig auch der Travelguide (sprich, er erzählt ein bisschen was auf dem Weg) und wenn man spontan Touren oder Unterkünfte an den verschiedenen Orten buchen möchte, regelt er das für dich. Ich finde diese Art des Reisens ziemlich entspannt, da man trotzdem noch jede Menge Reisefreiheit hat. Man kann trotzdem überall aus und einsteigen. Eigentlich ist alles genauso wie bei normalen Coach-Gesellschaften, nur das man noch ein bisschen mehr sieht, es netter ist und man mehr in Kontakt mit den Mitreisenden kommt.
So konnte ich schon an meinem ersten Tag einen Kiwi und dann sogar noch einen weißen Kiwi sehen. Natürlich nicht in freier Wildbahn, trotzdem hat es mir gefallen! Später haben wir noch eine Brauerei besichtigt, in der ich morgens um 11:30, auf die Schnelle, zwei Pints of Beer geleert habe. Bei 5$NZ für 2 Biere kann man nicht "nein" sagen, außerdem muss ein kleines Urlaubsgefühl auch aufkommen dürfen. Am zweiten Tag (Taupo nach Auckland) haben wir uns ein paar Wasserfälle, für mich jetzt nicht mehr so spektakulär, weil ich in Australien schon eine ganze Menge gesehen habe, und so genannte "Mud Pools" angeschaut. "Mud Pools" sind Schlammlöcher, durch die heiße Thermalgase in die Erdatmosphäre aufsteigen und der Schlamm so zum Blubbern und Brodeln gebracht wird. Am gleichen Tag habe ich auch zum ersten Mal ein Thermalkraftwerk gesehen. Leider nur von außen, aber immerhin!
In Auckland angekommen ging es erstmal zum Hostel und dann habe ich mich schon einmal auf den Weg Richung Hafen gemacht. Abends habe ich den Tag mit ein paar Drinks, in der Bar vom Hostel, ausklingen lassen.
Den dritten Tag habe ich komplett in Auckland verbracht, bin ein bisschen durch die Stadt gelaufen und war im Maritime Museum, was sich, meiner Meinung nach, sehr gelohnt hat. Leider habe ich erst später erst erfahren, dass das größere Museum in Auckland keinen Eintrtitt kostet und auch ziemlich gut sein soll. Egal, trotzdem konnte ich mir ein paar interessante Dinge anschauen. Am folgenden Tag habe ich mich dann, mit einer anderen, aber ähnlichen, Busgesellschaft nach Paihia aufgemacht. Auf dem Weg sollten wir eigentlich mit einem Glassbottom-Boat fahren und so die Unterwasserwelt im Goat Island Marine Park genießen können. Leider ist dies aber wetterbedingt ausgefallen, sodass wir kurzfristig in ein Kulturzentrum der Maori (Ureinwohner Neuseelands) gefahren sind und dort ein paar ihrer traditionellen Rituale, Tänze, etc. zu Gesicht bekommen konnten. In diesem Zentrum wird, allein durch Spenden, ein traditionelles Dorf der Maori nachgebaut, um den zukünftigen Generationen ihre Geschichte zu vermitteln. Ehrlich gesagt bin ich froh, dass wir dies und nicht die Bootstour gemacht haben. Ich bin mir sicher, dass dies ein wenig spektakulärer war, auch wenn mich Meeresbiologie sehr interessiert...
Heute Abend werde ich, über Nacht, die Bay of Islands, per Boot, erkunden und angeblich soll es eines der 10 wichtigsten Dinge sein, die man in Neuseeland gemacht haben muss (nach einem populären Reiseführer).
Ich bin gespannt und freue mich darauf. Fotos werde ich erst später hochladen, ich bitte um euer Verständnis!
Liebe Grüße aus Paihia,
Daniel
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