Freitag, 15. Juni 2012

"SOWAS werde ICH niemals machen..."

Ich denke, sowas habe ich mal gesagt, als ich in Australien angekommen bin und mir Leute über ihre Fallschrim- und Bungy-Sprünge berichtet haben.
Irgendwann hat man mich dann überzeugt, einen Fallschirmsprung zu wagen und es war einmalig! Trotzdem hatte ich ursprünglich nie vor irgendwas anderes in die Richtung auszuprobieren, doch als ich dann anderen beim Bungy-Jumpen zugeschaut habe, kam es mir gar nicht mehr so schlimm und eigentlich recht spaßig vor. So kam es dann zu meinem ersten Bungy-Jump von der Kawarau-Bridge, dem ersten kommerziellen Bungy der Welt, eröffnet von AJ Hackett (Bungy-Erfinder und Pionier). Ich muss gestehen - es war unglaublich und hatte den größten Nervenkitzel von allen extremen Dingen, die ich in meinem Leben so unternommen habe! Ihr könnte mir glauben, dass es nicht mein letzter Bungy-Jump gewesen ist. Es ist nicht der höchste, den man hier in NZ machen kann, aber man muss ja Platz lassen, um sich später steigern zu können!

Genug Adrenalin?! Eigentlich schon, doch dann habe ich beim Pub-Crawl einen Canyon-Swing gewonnen. Was das ist? Naja, im Grunde genommen schwingt man an zwei Drahtseilen durch einen Canyon. Erst fällt man 70m und anschließend schwingt man ein paar Minuten durch die Schlucht. Es hat nicht so viel Überwindungskraft gekostet, wie der Bungy, aber hier war das einzige Mal wo ich... naja, geschrien kann man nicht sagen, aber ich auf jeden Fall Laute von mir gegeben! Und zwar aus einem Grund, man entscheidet nicht selber, wann sie den Knopf drücken und du die Biege machst. Ich wurde gefragt, ob ich einen Countdown oder überrascht werden möchte. Habe mich natürlich für die Überraschung entschieden und das hat die ganze Sache noch etwas besser gemacht, denke ich. Anschließend habe ich mit anderen gesprochen und eigentlich wird man immer überrascht, egal was man sagt. Die Angestellten dort wollen schließlich auch ihren Spaß haben ;-)
 Ich bin wirklich froh, diese Dinge gemacht zu haben, da man mal seine eigenen Grenzen aufgezeigt bekommt, sie überwindet und neu absteckt. Anschließend geht man, meiner Meinung nach, mutiger und selbtbewusster durch's Leben. Klar, ein Risiko besteht bei solchen Aktivitäten immer. Allerdings ist Bungy, zum Beispiel, Neuseelands sicherste Toursiten-Attraktion im extremen Bereich. Dabei ist noch niemand gestorbern oder wurde ernsthaft verletzt. Der größte Veranstalter, bei dem auch ich gesprungen bin, AJ Hackett Bungy, ersetzt seine Bungyseile alle 400 Sprünge oder 250 Stunden in der Sonne. Nur um mal den hohen Sicherheitsstandart aufzuzeigen! Der jüngste Springer war überrings 10 und der älteste 92 Jahre alt ;-)

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