Freitag, 18. Mai 2012

Great Ocean Road and Grampians National Park


Am Donnerstag bin ich, von Melbourne aus, zur Great Ocean Road aufgebrochen. Die Great Ocean Road ist etwas mehr als 250km lang und schlängelt sich an der Küste Victorias entlang. Charakteristisch sind hier vor allem der Regenwald in den gemäßigten Breiten, sowie die bizarr aussehenden Sandsteinklippen, in die sich die Tasmanische See mehr und mehr hinneinfrisst. Im Großen und Ganzen war es wirklich sehenswert, auch wenn ich leider sagen muss, dass ich schon zu viele Wasserfälle, Regenwälder, Küsten und Strände gesehen habe, als das ich jetzt sprachlos gewesen wäre. Das hört sich ganz schön hart an, wenn ich da jetzt selbst noch einmal drüber nachdenke, aber so ist es leider. Selbstverständlich fand ich es auf jeden Fall sehens- und auf jeden Fall noch einen weiteren Besuch wert, dennoch sieht man einfach zu viel, als um sich für jedes Reiseziel noch einmal so zu begeistern, wie es am Anfang meiner Reise der Fall war. Auch liegt es daran, dass man bei solchen organisierten Touren kaum Zeit hat, den Ort auf sich wirken zu lassen. Genau wie bei den West McDonell Ranges bei Alice Springs, hätte ich hier gern mehr Zeit verbracht, gezeltet und einfach mal dagesessen und die Natur beobachtet. Wieder etwas, dass ich nur empfehlen kann – diese Touren sind gut, um einen Eindruck davon zu bekommen, was es in der jeweiligen Region zu sehen gibt, um es allerdings wirklich genießen zu können, muss man, meiner Meinung nach, noch einmal wiederkommen und sich länger mit dem Ort bzw. der Sehenswürdigkeit beschäftigen.
Am Abend des ersten Tourtages ging es dann zu unserer Unterkunft in Halls Gap, im Herzen des Grampians National Parks – der zweitältesten Gebirgsgruppe Australiens (Älteste sind die Flinders Ranges in South Australia). Frisch, wie es dort war, war ich glücklich, dass ich mir zuvor, in Melbourne, eine Mütze und warme Klamotten zugelegt hatte. Der zweite Tag begann mit einem guten Frühstück und einer Wanderung zur Spitze einer der Berge - hierbei bin ich wilden Kängurus so nah gekommen, wie nie zuvor. Eine tolle Erfahrung! Weiter ging es zu einem Aussichtspunkt über die Grampians und den Grampians National Park und den McKenzie Wasserfällen. Als eine Art Abschluss der Tour, haben wir noch eine der bekanntesten Weingüter Victorias und Australiens besichtigt, selbstverständlich nicht ohne fleißig gekostet zu haben.
Mein erneut erster Tag in Melbourne begann dann ganz entspannt mit einem guten Frühstück (Bacon, Eggs und Toast) und Kaffee und einer vernünftigen Zeitung. Tat gut, mal wieder ein bisschen was über die Welt und Europa zu lesen – bei der einzigen Zeitung in Darwin (Klatschpresse, interessanterweise auch in rot und schwarz gehalten, was mir doch sehr bekannt vorkam) war das recht schwierig. Wie auch immer, anschließend habe ich mir dann das Melbourne Immigration Museum angeschaut und mein Urteil: Es ist UNBEDINGT anzuschauen, wenn man ein bisschen Zeit in Melbourne hat. Sehr bewegend, sehr interessant und regt zum Nachdenken an. Es ist nicht für umsonst, aber der Eintrittspreis ist da schon okay!

Kaum zu glauben – noch fünf mal schlafen, dann fliege ich erneut nach Neuseeland. In den nächsten Tagen, in Melbourne, stehen noch ein paar andere Sehenswürdigkeiten auf meiner Touri-Liste, über welche ich euch später berichten werde.

Liebe Grüße aus Melbourne!

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