Am Dienstag habe ich meine Reise Richtung Norden fortgesetzt. Zunächst ging es nach Noosa, ein kleines Ferienörtchen 3 Stunden von Brisbane entfernt. Ehrlich gesagt habe ich es mir etwas spektakulärer vorgestellt. Das Hostel war klasse, saubere Zimmer, ein eigener Pub - was will man mehr... naja ein wenig mehr "los" wäre nett gewesen. Bis auf den Tag am Strand zu verbringen, konnte man, an einem halben Tag, leider nicht mehr unternehmen. Allerdings ist es besser als nichts. Wären wir länger dort geblieben, hätte sich eine Tour in die Noosa-Everglades sicher gelohnt.
Nach einer Nacht in Noosa ging es weiter nach Rainbow Beach. Nach einer zweistündigen Fahrt entlang des Great Sandy National Parks, mit seinen entlosen Fichtenwäldern und weißen Sandböden, hatten wir unser Ziel erreicht. Das Hostel lag fast genau gegenüber der Busstation, sodass wir unsere Rucksäcke nicht allzu lange, bei 31°C, tragen mussten. Rainbow Beach ist ein wirklich kleines Städtchen bzw. Dorf direkt am Strand. Eigentlich ist es sogar ziemlich cool gewesen. Ich hatte, wie fast alle, die komplette Zeit kein Handy-Netz - Internet gab es, aber nicht direkt in unserem Hostel. Diese Abgeschiedenheit hatte schon irgendetwas Positives. Da wir auch in Rainbow Beach nur eine Nacht verbracht haben, mussten wir so viel sehen, wie möglich. Nach unser Ankunft ging es sofort zum Strand und wir haben uns in den "Colored Sands" von Rainbow Beach verewigt... naja, solange bis der Wind oder eine starke Flut unsere Namen wieder aus dem Sand tragen.
"Great Sandy National Park" und die "Colored Sands" von Rainbow Beach (unten).
Abends haben wir uns dann einer Gruppe aus einem benachbarten Hostel angeschlossen und sind zum "Carlo Sandblow" gelaufen, der ebenfalls im Great Sandy National Park liegt und früher ein wichtiger, traditioneller Ort der Aborigines war. Genauer gesagt, ist es eine riesige Sanddüne auf der man, neben verschiedenen Sandfarben und startenden Paraglidern, auch weit über den pazifischen Ozean und ins Inland schauen kann. Wir sind bis zum Sonnenuntergang dort geblieben und ich habe mich das erste mal am Sandboarden versucht - noch liegend, aber immerhin.
"Carlo Sandblow"
Sandboarding, die Erste.
Da uns dieser Ort und auch das Sandboarden ziemlich gut gefallen haben, haben wir uns am nächsten Morgen ein richtiges Sandboard geliehen und noch schnell 2 Stunden auf der Düne eingeschoben, bis wir mit dem nächsten Greyhound-Bus nach Hervey Bay gefahren sind.
Sandboarding, die Zweite.
Hervey Bay hat eigentlich einen guten ersten Eindruck gemacht, bis wir rausgefunden haben, dass die Busstation und die umliegenden größeren Einkaufszentren ca. 4km von unserem Hostel weg liegen - Gut, dass wir den Shuttle-Bus zum Hostel noch erwischt haben. Auch der Strand hat in Hervey Bay leider wenig überzeugt. Die Strände waren klein und einfach nicht so, als das man dort hätte Baden gehen können bzw. wollen. Als wir dann, nach einem längeren Fußmarsch, endlich eine bessere Stelle gefunden und schon fast bist zu den Knien im Wasser waren, sind uns plötzlich Kugelfische aufgefallen, die weniger als einen halben Meter vor uns in der Brandung schwammen. Der Anblick war schon interessant. Kugelfische habe ich noch nie in der freien Wildbahn gesehen, aber schwimmen möchte ich mit ihnen nicht unbedingt, zumindest nicht auf Tuchfühlung.
Immerhin ist das Hostel ziemlich cool. Auch dieses Hostel hat einen eigenen Pub und einen super Pool, indem es sich auch ganz gut aushalten lässt. Morgen geht es dann auch endlich nach Fraser Island. Eigentlich hatten wir eine 2-tägige "self-drive" Tour gebucht, leider haben aber wieder ein paar Sachen nicht hingehauen, sodass wir jetzt eine eintägige Tour machen, nicht selbst fahren und noch 150$ draufzahlen müssen - Naja, "Shit happens".
Am Montag geht es weiter nach Agnes Water und Town of 1770, benannt nach ihrer Entdeckung durch James Cook, im besagten Jahr. Wie es auf Fraser Island war, erfahrt ihr dann im nächsten Post ;-)
Beste Grüße aus Hervey Bay!
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