Am Sonntag ging es endlich nach Fraser Island, die weltgrößte Sandinsel! Anfangs dachte ich, dass es verdammt schade ist, nicht die Zweitages-Tour machenzukönnen, doch am Ende war die Tagestour vollkommen ausreichend, das ist zumindest meine Meinung.
Wir sind früh morgens losgefahren und mit einem 300PS-starken Toyota Landcruiser, via Fähre, nach Fraser Island gefahren. Dort angekommen ging es erstmal über Sandpisten zum kleinen Dorf der Insel und dann auf den Insel-Highway, den 75-Mile Beach. Das muss man sich genauso vorstellen, wie es sich anhört. Es ist ein 75 Meilen langer Strand und "shared Highway", dass heißt, dass alle Verkehrsteilnehmer diesen "Highway" nutzen dürfen. Dabei gibt es nur zwei Grundregeln, abgesehen von Geschwindigkeitsbegrenzungen: Nr. 1, wenn ein Fahrzeug entgegen kommt, blinkt man in die Richtung, in der man am entgegenkommenden Fahrzeug vorbeifährt und Nr. 2, es gilt das Gesetz des Größeren. Kommt dir ein Flugzeug mit eingeschaltetend Landeleuchten entgegen, musst du in deinem 4x4-Truck Platz machen. Kommt dem Flugzeug nun aber einer der großen Allrad-Busse oder LKW's (mit eingeschalteten Leuchten) entegen, muss das Flugzeug noch eine Runde drehen.
Über diesen Strand dann mit 100kmh zu fahren, ist wirklich ein Erlebnis und es ist ein wenig schade, dass es keine "Self-Drive-Tour" war. Trotzdem lohnt es sich auf jeden Fall, so etwas einmal mitgemacht zu haben. Im Truck haben wir dann alle wichtigen Punkte der Insel angefahren, die Champaign-Pools, eine Lagune, in die das Meerwasser nur durch über Felsen schwappende Wellen gelangt und somit keine Gefahr von Haien und anderen unschönen Weggefährten besteht. Anschließend ging es dann zum Indian-Head, im Norden der Insel, die deshalb so heißt, weil James Cook die dort heimischen Aborigines and die amerikanischen Ureinwohner erinnert hat. Auf dem Rückweg haben wir beim Eli-Creek angehalten, einem Süßwasser-Fluss der sehr sauber und perfekt ist, um in ein Stück hochzulaufen und sich anschließend Richtung Meer treiben zu lassen. Nachdem wir das Maheno-Schiffswrack zum zweiten Mal passiert hatten, haben wir unseren letzten Stopp, den Lake McKenzie angesteuert. Das ist ein riesiger Süßwasser See mitten auf Fraser Island, der lediglich aus Regenwasser besteht und es keinen Fluss gibt, der in den See mündet. Er ist so klar, dass man auch bei ca. 7 Metern Tiefe noch bis zum Grund schauen kann - und erst das Wasser. Ich konnte es mir nicht verkneifen, zu kosten. Zum ersten Mal habe ich in Australien Wasser getrunken, dass nicht nach Salz und extrem nach Chlor geschmeckt hat! Ich hätte mir mal meine Flasche auffüllen sollen ;-D
Auch ein paar Dingos sind uns über den Weg gelaufen und während wir mit der Fähre hin- und zurückgefahren sind, konnten wir auch Schildkröten und einen Hai erspähen. Alles in Allem war es also ein absolut gelungener Tag!
Maheno-Schiffswrack
Champaign-Pools
Indian-Head
Driving on 75-Mile Beach.
Swimming in Lake McKenzie. Leider war es am Nachmittag etwas bewölkt. In der Sonne sieht das Wasser bestimmt noch blauer und klarer aus ;-)
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