Ein paar kleine Neuigkeiten gibt es aber doch schon. Ich bin am Freitag zum ersten mal selbst "richtig" Auto gefahren, sprich mit John's großem Pick-Up. Es ist wirklich ungewohnt, auf der falschen Straßenseite zu fahren. Fabian ist gleich morgens mal alleine gefahren, weil wir für den Maler-Job ein paar Dinge bei John vergessen haben. Bei John angekommen, hatte der Pick erstmal einen Platten. Glücklicherweise hat Jered, ein amerikanischer Backpacker, gerade bei Johns Haus gearbeitet, sodass Fabian den Reifen nicht alleine wechseln musste. Ich glaube, dass es auch seinem Englisch gut getan hat. Immerhin musste er sich ja mit Jered unterhalten.
Als ich dann später gefahren bin, ist glücklicherweise nichts in der Richtung passiert. Allerdings sind hier die Kreisverkehre komplett anders als in Deutschland. Hier blinkt man nicht wenn man aus dem Kreisel rausfahren möchte, sondern wenn man reinfährt und dann in die Richtung, in die man wieder raus möchte. Das heißt, dass, wenn man quasi gerade aus weiter will, gar nicht blinkt. Ist also wie an einer Kreuzung. Lange Rede kurzer Sinn, ich habe zwar die richtige Ausfahrt vom Kreisel genommen, aber auf der falschen Seite. Als mir dann plötzlich ein Auto entgegen kam, konnte ich gerade noch so wieder auf meine Seite ausweichen - Hoffentlich haben mich nicht zu viele gesehen. Immerhin steht der Firmenname auf dem Pick-Up :-D
Trotzdem macht das Autofahren hier genausoviel Spaß und sonst bin ich auch eigentlich ganz sicher und annehmbar gefahren, denke ich.
Noch 6 Wochen in Coffs Harbour, dann geht es weiter! Es hört sich jetzt vielleicht so an, als würde ich hier so schnell wie möglich weg wollen, das stimmt aber so auf keinen Fall. Hier zu leben und zu arbeiten ist einfach klasse. Wenn, wie die letzten drei bis vier Wochen, das Wetter mitspielt, kann man zwischen den Jobs im Pool baden, in der Sonne relaxen und am Wochenende einen Tag am Strand verbringen. Hinzu kommt noch, dass man jeden Tag auf nette neue Leute trifft.
So jetzt gibt es - wie versprochen - endlich mal ein paar Fotos vom "World Rally Championship Australia":
Bis dem nächst, beste Grüße aus Coffs Harbour!
... muss erst mal sehen, ob's jetzt endlich mal mit dem Kommentieren klappt ...
AntwortenLöschenHallo Daniel,
AntwortenLöschenes liest sich sehr interessant und spannend, was Du so bis jetzt erlebt hast. Freut mich sehr, dass es Dir "DortUnten" so gut geht und Du so viele unterschiedliche Sachen machen kannst. Wenn Du dann mal wieder in Deutschland bist, und wir noch in München sein sollten, und Du uns dann besuchen willst, kannste ooch 'n Zimmer gegen Putzarbeit haben. Kann ich mir schon vorstellen, dass die Putzerei 'n echt harter Job ist - fand ich damals auch in meiner ersten Wohnung in Berlin: Plötzlich alles selbst sauber halten, Waschen, Bügeln, Wischen usw. Spätestens dann wurde mir bewusst was meine Mutter mit drei Kindern und einem Mann immer alles in dem riesen Haus leisten musste.
Was Deine handwerklichen Fähigkeiten angeht bin ich ja fast ein wenig neidisch. Ich meine Bäume gefällt und aufgeforstet habe ich ja auch schon und bin mit 'ner Motorsäge durch'n Wald gelaufen, aber mit Beton zu arbeiten ...; das habe ich bis jetzt erst sehr marginal ausprobieren dürfen.
Bei dieser Rallye ... - sieht so aus, als wenn sie da 70er Jahre Autos fahren, oder? Hätte ich ja mit meinem Commodore auch teilnehmen können.
Wir waren übrigens letztens für eine Woche am Gardasee beim Campen. Da gibt's so eine Organisation, die heißt Eurocamp, da kann man ein mobile home oder ein Zelt mieten. D.h. man muss bis auf persönliche Sachen kaum was mitbringen. Es war ein 25qm-Zelt mit kleiner Küche und Kühlschrank. Für Lion war das der absolute Hammer. Wir hatten Innenzelte, und er sozusagen sein "eigenes Zimmer". Nach drei Tagen waren wir Kindergarten mit manchmal 6 Kindern - alle wollten zu uns, und Lion hat mit ihnen in "seinem Zimmer" gespielt. In den ersten zwei Tagen hats extrem geschüttet, und ich habe während des Frühstücks ein Fußbad genommen, weil ein Sturzbach durchs Zelt rauschte. Für Katrin war's auch sehr schön - sie hat sich am Ende gewundert, wie wenig man doch braucht, um in puncto Essen und Kleidung und persönlicher Pflege bestens über die Runden zu kommen. Also ein Bisschen ähnlich wie bei Dir.
Lieber Daniel: Viel Spaß noch weiterhin, viele Erfahrungen und allerbeste Grüße, JENS